Große Lager schaffen große Probleme: Über die Situation von Geflüchteten in sog. Ankerzentren

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Auf einer Veranstaltung des Bundes für Geistesfreiheit München schilderte Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat die Situation von Geflüchteten in sog. Ankerzentren im Freistaat.

In der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember fand im Ankerzentrum Oberfranken in Bamberg ein massiver Polizeieinsatz statt. Augenzeugen zur Folge waren mindestens 200 Polizisten im Einsatz. Auch von Polizeihubschraubern war die Rede. Dem Polizeibericht nach gab es 9 Festnahmen. Darunter nur Geflüchtete, die an einer Auseinandersetzung mit dem Sicherheitsdienst beteiligt gewesen sein sollen.
Immer wieder gab es in den letzten Monaten Meldungen über ähnliche Vorfälle. Der Bayerische Flüchtlingsrat kritisiert seit langem die Situation in den sog. Ankerzentren. Solche Massenunterkünfte, das Zusammenleben auf engstem Raum und fehlende Beschäftigung fördere das Konfliktpotential. Zudem gelangten durch den stark eingeschränkten Zugang von Journalisten und NGOs nur einseitige Informationen der Polizei an die Öffentlichkeit, kritisiert die Organisation. Die Situation von Geflüchteten in Bayern und über die Unterbringung in Ankerzentren schilderte Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat auf einer Veranstaltung des Bundes für Geistesfreiheit am 10. Dezember 2018 in der Münchner Seidlvilla.

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