„Gelobt sei Gott” - ein Film über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche in Frankreich

COPYRIGHT FOTO © Pandorafilm
Article Body

Der Bund für Geistesfreiheit zeigt in Kooperation mit dem Münchner Werkstattkino am 27. März 2022 den preisgekrönten Film „Gelobt sei Gott” von Regisseur François Ozon. Der Film behandelt nach wahren Begebenheiten den Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche in Frankreich.
 
Über den Film:

Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Eines Tages erfährt er per Zufall, dass der Priester, von dem er in seiner Pfadfinderzeit missbraucht wurde, immer noch mit Kindern arbeitet. Er beschließt zu handeln und bekommt bald Unterstützung von zwei weiteren Opfern, François und Emmanuel. Gegenseitig geben sie sich Kraft und kämpfen gemeinsam dafür, das Schweigen, das über ihrem Martyrium liegt, zu brechen (Hier gehts zum Trailer).
 
Die tatsachengetreuen Ereignisse um den Missbrauchsskandal in Lyon hat François Ozon in einem fiktionalen Film verarbeitet. Auf der Berlinale 2019 erhielt der Film den "Silbernen Bären".

Hintergrund:

Erst im Jahr 2020 war das Gerichtsverfahren, das sich mit den im Film thematisierten Taten eines Priesters beschäftigt, beendet. Für das Gericht stand fest, dass der ehemalige Geistliche, zahlreiche Kinder sexuell missbraucht hat. Am 16. März 2020 war er in Lyon zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren verurteilt worden, drei Tage später hatte der Verurteilte durch seinen Anwalt Berufung eingelegt, die er einige Montate später wieder zurückzog. Die Gefängnisstrafe musste er aber aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten. Erst vor wenigen Monaten, am 17. November 2021, wurde der Priester schließlich verhaftet, damit er seine Haftstrafe antritt. Zuvor hatte ein Gericht ihn für straffähig erklärt.
 
Der Bund für Geistesfreiheit München zeigt den Film in Kooperation mit dem Münchner Werkstattkino am 27. März 2022 um 16.30 Uhr. Das Werkstattkino finden Sie in der Fraunhoferstr. 9, 80469 München. Der Eintritt ist frei.