Missbrauchsskandal und kein Ende? Warum Aufklärung und Aufarbeitung innerhalb von Institutionen scheitern - Veranstaltung am 9. Mai

Illustration: „Aufklärung auf Katholisch” (Grafik von O. Hopfauf und S. Baumgarten im Auftrag der gbs, 2022)
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In der Veranstaltung schildern Michael Sieber, Mitorganisator der Aufarbeitung bei den Regensburger Domspatzen, und Agnes Wich, Aktivistin der Betroffeneninitiative Süddeutschland, warum Aufklärung und Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch, physischer und psychischer Gewalt innerhalb von Institutionen nicht funktionieren.

Dass die Kirche nicht in der Lage ist, Missbrauch in ihren Reihen aufzuklären, das wurde überdeutlich auf der Pressekonferenz der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl am 20. Januar 2022. An diesem Tag präsentierten die Anwält*innen der Kanzlei das Gutachten zum sexuellem Missbrauch in der Erzdiözese München und Freising. Einer der Anwälte nannte das Gutachten zurecht eine „Bilanz des Schreckens“.

Sich erschüttert und beschämt zu zeigen, wie die Kirchenoberen das tun, reicht nicht. Was jetzt passieren muss und wie Aufarbeitung im Sinne der Betroffenen stattfinden kann, diskutieren wir mit Agnes Wich und Michael Sieber. An drei Beispielen aus der katholischen Kirche, München, Regensburg und Köln, wollen wir zeigen, dass Aufklärung und Aufarbeitung von Außen initiiert und geleistet werden müssen.

Veranstaltungsort: EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, 80336 München
Zeit: 9. Mai 2022, 19 Uhr
Raum: Großer Saal E01
Veranstalter: Bund für Geistesfreiheit München
Eintritt: frei