Kranzniederlegung zum 107. Todestag: Kurt Eisner – ein Aufstand für Freiheit und Demokratie

Gedenken an Kurt Eisner 2025: Musikerin Michaela Dietl, Landtagsabgeordneter Florian von Brunn und Künstler Wolfram Kastner

Am Samstag, 21. Februar, um 11.00 Uhr wird der Verein „Das andere Bayern“ zur Erinnerung an Kurt Eisner, den Gründer und ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern, den Pazifisten und Sozialisten am Ort seiner Ermordung am 21. Februar 1919 durch den Rechtsextremisten Arco in der (immer noch!) Kardinal-Faulhaber-Straße einen Kranz niederlegen und seiner gedenken. Angesichts der aktuellen Bedrohungen durch Militaristen und Rechtsextremisten hält der Verein es für dringend geboten, die Erinnerung an Kurt Eisner wach zu halten.

Nachdem die Landeshauptstadt München das Doppelgrab von Kurt Eisner und Gustav Landauer auf dem Neuen Israelitischen Friedhof wieder zum Ehrengrab machte, geht Das Andere Bayern davon aus, dass auch Oberbürgermeister Dieter Reiter einen Kranz niederlegen werde.

Vorschlag Kurt Eisner-Platte freistehend

Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass der amtierende Ministerpräsident des Freistaats Bayern M. Söder, für seinen Amtsvorgänger zumindest ein Blumengesteck niederlege, teilt der Verein mit. Da die Landeshauptstadt des Freistaats Bayern seit einiger Zeit öffentliche Plätze und Grünanlagen wie den „Marienhof“ mit beleuchteten Stelen kennzeichne und benenne, fordert der Verein, diesen Platz hinter dem Rathausnach Kurt Eisner zu benennen.

Da Andere Bayern schlägt – gemeinsam mit den Enkeln Kurt Eisners – vor, die Bodenplatte mit den Umrissen des Ermordeten, die kaum beachtet wird und als Fußabstreifer dient, aufzustellen und mit dem Wort „Freistaat“ zu berichtigen (siehe Bild rechts). Das könne gerne als Aufstand für Freiheit und Demokratie verstanden werden.