Der Bund für Geistesfreiheit München gestaltet wieder die Bühne „Im Hier & Jetzt“ am 12. und 13. September auf dem Münchner Corso Leopold.
Wir freuen uns auf die Begegnung mit vielen Münchner*innen an einem hoffentlich schönen September-Wochenende in der Landeshauptstadt. Es darf gefragt und diskutiert, aber vor allem gefeiert, getanzt, gesungen und gelacht werden. Von Kabarett und Rap über Blues, Cumbia, Spielen auf der Bağlama bis hin zu Singer/Songwriter, Rock und Punk und gemeinsames Chorsingen ist alles dabei.
In unseren Speakers‘ Cornern geht es um die Themen des Bundes für Geistesfreiheit München, wie. z.B. Rechtsruck, Recht auf Selbstbestimmung, Aufrüstung und Militarisierung, Polyamorie, Kulturkampf, Klage gegen Kreuzerlass, Tanzverbot an sog. Stillen Tagen sowie um die Arbeit von säkularen Organisationen.
Programm Samstag

16:00 Uhr: Der Bund für Geistesfreiheit München stellt sich vor
Assunta Tammelleo, Vorsitzende des Bundes für Geistesfreiheit München, stellt unsere Arbeit vor und diskutiert mit dem Publikum über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Im Fokus dabei sind das Recht auf Selbstbestimmung an den Beispielen Schwangerschaftsabbruch und Sterbehilfe. sowie der Kulturkampf von Rechts an den Beispielen Kreuzerlass, Tanzverbot an Stillen Tagen und „Hymnenpflicht“ in Bayern.
16:30 Uhr: Ecco Meineke (Folk)
Ecco Meineke geht back to the roots und macht das, womit er begann: Folksongs! One man, one guitar.
Er mischt Folkklassiker seiner Idole, von James Taylor bis Paul Simon, von Jim Croce bis Billy Joel, von Bob Dylan bis zu den Beatles, mit seinen eigenen Songs.


17:45 Uhr: Leniliciouz (Rap) / yearroundmunich (DJ), Bläsertrio Karen Jazmin, Sir Battlecat und Ando
Bereits im letzten Jahr hat die Münchner Rapperin Leniliciouz die BFG-Bühne beim Corso Leopold zum Beben gebracht. Diesmal kommt sie mit voller Live-Power zurück: Neben DJ yearroundmunich hat sie das Bläsertrio ihrer Liveband mit im Gepäck! Leniliciouz` Conscious Rap bekommt durch die kraftvollen Brass-Sounds von Karen Jazmin (Saxophon), Sir Battlecat (Trompete) und Ando (Basssaxophon) eine besondere Dynamik und verschmilzt mit feinsten Hip-Hop-Beats zu einem energiegeladenen Livesound. Gesellschaftskritische Inhalte, viel Wortwitz und eine klare Haltung zu Empowerment, Feminismus und Antirassismus ziehen sich wie ein roter Faden durch ihre Musik.
19.30 Uhr: Los Cholingstons (La Cumbia Peruana)
Wer die Klänge von E-Gitarren, die Energie der lateinamerikanischen Musik mag und bei Konzerten lieber tanzt als sitzen zu bleiben, wird Los Cholingstons lieben. Der besondere Musikstil „La Cumbia Peruana“, vereint heiße Rhythmen und herzzerreißende Liedtexte aus den Anden mit starken Rockelementen der E-Gitarre.


22:00 Uhr: Toxic Pills (Post-Grunge und Soul-Power)
Toxic Pills beweisen, dass melodischer Post-Grunge und Soul-Power keine Gegensätze sind. Während die Instrumentalfraktion ein Brett aus treibenden Rhythmen und eingängigen Melodien liefert, thront darüber eine Stimme, die man eher auf Soul-Konzerten erwarten würde. In Kombination bringt die Band eine für das Publikum unvergessliche und energiereiche Performance auf die Bühne.
Programm Sonntag
12:30 Uhr: Gemeinsames Chorsingen
Wir wollen gemeinsam singen! Egal ob Jung oder Alt, ob Profi oder Karaoke-Sänger*in – beim Straßenfest-Rudelsingen ist jede Stimme herzlich willkommen. Und keine Sorge: Niemand muss alleine vorsingen, außer die Vorsitzende des Bundes für Geistesfreiheit München Assunta Tammelleo. Ansonsten singen wir alle zusammen bekannte Pop-Klassiker, Evergreens und Hits, die jeder kennt. Der Spaß und das Gemeinschaftsgefühl stehen dabei im Vordergrund. Lasst uns zusammen die Leopoldstraße zum Klingen bringen!


14:00 Uhr: Fenafillah
Fenafillah ist ein dreiköpfiges Musikprojekt, das die tief verwurzelten Melodien Anatoliens mit der Energie moderner Klangwelten verbindet. Die außergewöhnliche Kombination aus E-Saz, Bass und Schlagzeug schafft eine kraftvolle Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Traditionelle anatolische Melodien verschmelzen mit psychedelischen Klangfarben, rhythmischen Improvisationen und modernen Sounds, ohne dabei ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren.
Mal erinnert die Musik an die ausgelassene Atmosphäre eines Dorffestes, mal an die Melancholie einer Reise durch Anatolien und dann wieder an die Energie einer zeitgenössischen Konzertbühne.
15:00 Uhr: Polyamorie
Monogamie ist zwar der Klassiker, aber nicht das einzige Modell. Immer mehr Menschen leben polyamor. Sie führen mehrere Liebesbeziehungen gleichzeitig – ganz offen, ehrlich und einvernehmlich. Doch wie funktioniert das im Alltag? Wie geht man mit Eifersucht um? Und wo liegen die Grenzen zu anderen Beziehungsformen?
Wir erklären die wichtigsten Grundlagen, räumen mit gängigen Mythen auf, zeigen, wie Kommunikation und Zeitmanagement in polyamoren Beziehungen aussehen und dieskutieren mit dem Publikum.


15:45 Uhr: Ronjan Anders (Singer/Songwriter)
Ronjan Anders erobert mit einer außergewöhnlichen Stimme, kritischen Songtexten und der geliebten Westerngitarre seit einigen Jahren nicht nur das Publikum auf den heimischen Münchner Bühnen. Jetzt wird Ronjans Sound durch David und seine Beats unterstützt, das macht seine Musik noch kraftvoller und wütender. Die queer*feministischen und gesellschaftskritischen Texte sind bewegend, kraftvoll, empowernd, empörend, lustig oder vorwurfsvoll.
Der Wunsch für andere queere Menschen sichtbar und laut zu sein motivieren ihn auf der Bühne. Doch Ronjans trans* Comingout und der gesellschaftliche Druck brachten ihn an seine Grenzen. Die Frage stellte sich, ob er seine einzigartige Singstimme opfern muss, um als „richtiger Mann“ zu gelten. Doch er entscheidet sich: Seine Musik, seine Stimme und seine queere Identität gehören zusammen – beides darf sein.
16:45 Uhr: Christoph Theussl (Musikkabarett)
Christoph Theussl arbeitet als Liedermacher, Schauspieler, Musikkabarettist, und Lesebühnenautor. Seit 2012 ist er fester Bestandteil der Münchner Lesebühne Schwabinger Schaumschläger“ und er ist Mitglied des Liedermacherkollektivs „Circa 5“. Vor allem im Raum München, in Süddeutschland und in Berlin tritt er regelmässig mit seinen selbstgeschriebenen Liedern, bzw. Musikkabarettprogrammen auf. Er würde aber auch sofort einmal nach Detmold kommen, wenns wär.


17:30 Uhr: Wehrpflicht – Ja oder Nein?
Am 5. Dezember 2025 stimmte der Bundestag für das neue „Wehrdienst-Modernisierungsgesetz“ der Bundesregierung. Darin ist festgelegt, dass ab diesem Jahr alle 18-jährigen Musterungsbriefe mit einem Fragebogen erhalten. Das Gesetz sieht als nächsten Schritt eine verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Geburtsjahr 2008 vor. Eine „Bedarfswehrpflicht“ soll nur eingeführt werden, falls sich nicht ausreichend Freiwillige finden. Natürlich besteht auch weiterhin das Recht auf Kriegsdienstverweigerung (Art. 4 Absatz 3 des Grundgesetzes).
Weil davon auszugehen ist, dass sich nicht genug Freiwillige finden werden, droht die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Ob das sinnvoll ist, darüber wollen wir diskutieren.
19:00 Uhr: Blue Traces (Blues und Rock)
Wenn es mal nicht so läuft, hilft nur eins: Musik von BB King auflegen – sagt zumindest Buddy Guy über seinen Freund und Übervater des Blues. Genau in diesem Geiste zieht an diesem Abend mit der Münchner Band Blue Traces eine geballte Ladung Groove über den Corso Leopold und lässt die Blues-Seele lächeln.
Auf der Karte stehen feinste Leckerbissen für Blues- und Rock-Gourmets: Eric Burdon, Joe Cocker, Lou Reed und Janis Joplin geben sich u.a. die Ehre. Dazu kommen neu arrangierte und überraschend interpretierte Songs von Muddy Waters, T-Bone Walker und Eric Clapton ebenso wie Stücke von The Black Pumas und Jamie Cullum. Und weil die „Traces“ ihrem Namen alle Ehre machen, legen sie eine Spur, die euch mitten hineinzieht in die Musik von Tom Waits, Bob Dylan, The Doors, Bob Seger und Ray Charles. Alte Helden, neue Sounds – ein Abend für alle, die den Rhythm & Blues nicht nur hören, sondern spüren und dazu tanzen wollen.

Mehr Infos über die Künstler*innen und die anderen Programmpunkte gibt es ab dem 25. August 2026 – auch auf Instagram und Facebook.
Mit mehr als 90 Aussteller*innen aus den Bereichen Kunst & Kultur, Gastronomie, Wirtschaft, Politik sowie über 200 Künstler*innen auf zehn Bühnen bietet der Corso Leopold auf der Münchner Leopoldstraße für alle etwas.